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Seminargruppeninhalte im Wintersemester 2026/2027: BSP-11.3-1 Prof. Dr. Sebastian Rahn Bilder des Lebenslaufs – Kindheit, Jugend, Familie, Alter Lernziele: Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über folgende Fähigkeiten und Kompetenzen: • Die Studierenden können zentrale Bilder von Kindheit, Jugend, Familie und Alter beschreiben und in ihren gesellschaftlichen, historischen und kulturellen Kontext einordnen. • Die Studierenden können nachvollziehen, wie lebenslaufbezogene Bilder entstehen und wie sie Wahrnehmungen, Normalitätsvorstellungen und Erwartungen gegenüber unterschiedlichen Adressat*innengruppen prägen. • Die Studierenden können lebenslaufbezogene Bilder literaturbasiert analysieren, vergleichen und hinsichtlich ihrer normierenden oder stereotypisierenden Wirkungen kritisch beurteilen. • Die Studierenden können eigene mentale Bilder und biografisch geprägte Vorstellungen reflektieren und deren mögliche Bedeutung für ihr professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit einschätzen. Inhalte: Im Seminar „Bilder des Lebenslaufs – Kindheit, Jugend, Familie, Alter“ werden unterschiedliche lebenslaufbezogene Bilder hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Konstruktion, ihrer biografischen Entstehung und ihrer Bedeutung für die Praxis untersucht. Studien zu diesem Themenkomplex zeigen die Wirkmächtigkeit etwa von Vorstellungen über Familie und „gute“ Elternschaft, von Bildern eines gelungenen Aufwachsens sowie von Jugendbildern, die junge Menschen als Gefahr oder als Erziehungsobjekte darstellen (Bauer et al. 2015; Hafeneger 1995; Rahn 2023). Diese und weitere lebensphasenbezogene sowie lebensphasenübergreifende Bilder werden auf unterschiedlichen Analyseebenen (z. B. Gesellschaft, Arbeitsfeld und Individuum) diskutiert. Dabei wird erörtert, wie sich mentale Bilder und gesellschaftliche Leitbilder voneinander unterscheiden und mit welchen methodischen Zugängen die verschiedenen Bildtypen empirisch untersucht werden können. Reflexionsübungen ermöglichen es den Studierenden zudem, eigene Bilder von Adressat*innen und deren Bedeutung für das professionelle Handeln zu reflektieren. Im Rahmen der Prüfungsleistung analysieren die Studierenden lebenslaufbezogene Bilder in einem abgegrenzten Gegenstandsbereich, beispielsweise Bilder früher Kindheit in Kindertageseinrichtungen, Bilder des Alterns in Konzeptionen von Pflegeeinrichtungen oder Jugendbilder in sozialpolitischen Stellungnahmen. Literatur und weiterführende Links: • Bauer, Petra; Neumann, Sascha; Sting, Stephan; Ummel, Hannes; Wiezorek, Christine (2015): Familienbilder und Bilder ›guter‹ Elternschaft. Zur Bedeutung eines konstitutiven, aber vernachlässigten Moments pädagogischer Professionalität. Neue Praxis (Sonderheft 12), S. 16–28. • Bitzan, Maria; Bolay, Eberhard (2017): Soziale Arbeit – die Adressatinnen und Adressaten. Opladen, Toronto: Barbara Budrich. • Hafeneger, Benno (1995): Jugendbilder. Zwischen Hoffnung, Kontrolle, Erziehung und Dialog. Opladen: Leske und Budrich. • Kausch, Julia, Sturzenhecker, Benedikt (2014): Adressatenbilder in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Eine exemplarische Erkundung. Deutsche Jugend, 62(2), S. 68–77. • Pardo-Puhlmann, Margaret (2017): „In Kita Nischen schaffen, wo sich Kinder wohlfühlen, weil wo sollen se es sonst her kriegen?“. Gesellschaftspolitische und biographische Anteile im Familienbild einer Erzieherin. In: Petra Bauer und Christine Wiezorek (Hg.): Familienbilder zwischen Kontinuität und Wandel. Analysen zur (sozial-)pädagogischen Bezugnahme auf Familie. Weinheim: Beltz Juventa, S. 147–165. • Rahn, Sebastian (2023): Adressat*innen-Bilder in der Sozialen Arbeit – das Beispiel der Kindheits- und Jugendbilder in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Kontext. Zeitschrift für systemische Perspektiven. • Wurm, Susanne; Berner, Frank: Tesch-Römer, Clemens (2013): Altersbilder im Wandel. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 63(4–5), S. 3–12. weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben BSP-11.3-2 Dr. Julia Frisch Culture Awareness: Grundlagen der interkulturel-len Kommunikation Lernziele: Durch die erfolgreiche Beendigung des Moduls können Studierende - grundlegende Strukturen, Bedingungen und Formen der biografischen Sozialisation im Lichte von Theorie und Empirie aufzeigen. - Erkenntnisse der Lebensverlaufs- und Biographieforschung darstellen und Einblick in die Bedeutung von Übergängen im Lebensverlauf gewinnen. - einschlägige theoretische und methodische Konzepte der biographischen Analyse und der Krisenbewältigung (z. B. Verlaufskurven, Krise-Routine-Modell) entfalten. - ein vertieftes Verständnis für die Vielfältigkeit, Ambivalenz, Widersprüchlichkeit und Kreativität biographischer und lebensverlaufsbezogener Prozesse entwickeln. - eine Perspektive einnehmen, die auf einen professionellen Habitus verweist, der sich vor allem auszeichnet durch Offenheit, Zuhörenkönnen, Beobachtung, Geduld, Verste-hen. Erkenntnis der Notwendigkeit der stetigen Fort- und Weiterbildung Inhalte: Dieses Seminar thematisiert die Bedeutung interkulturell kompetenten Denkens und Handelns insbesondere für den professionellen Bereich der Sozialen Arbeit. Wo Men-schen mit Menschen zusammenarbeiten, treffen immer auch divergierende Haltungen, Prägungen, Erwartungen, Kommunikationsformen und Handlungen aufeinander. Diese basieren häufig auf unterschiedlichen kulturellen Zugehörigkeiten und Prägungen, die im Arbeitsalltag schnell zu Missverständnissen, Konflikten, gescheiterter Kooperation und anderen Problemen führen können. Hier setzt das Prinzip der Culture Awareness an: ein Bewusstsein für eigene und fremde kulturelle Prägungen und interkulturelle Dynamiken kann nicht nur bei der (interkulturellen) Konfliktlösung helfen, sondern fördert auch die Auseinandersetzung mit Potenzialen für eine intensivere und synergetische Zusammen-arbeit. Im Seminar werden die Grundlagen interkultureller Kommunikation und Kompetenz pra-xisorientiert vermittelt. Hierzu wird das Seminar drei Ebenen umfassen: Die erste Ebene stellt eine Einführung in die Thematik und eine Veranschaulichung der „klassischen“ Konzepte interkultureller Kommunikation dar, die zweite Ebene fokussiert auf das Her-ausarbeiten von Anwendungsfeldern in den Sozialwissenschaften und speziell in der Sozi-alen Arbeit und die dritte Ebene integriert eine praxisorientierte Perspektive, die mithil-fe von Fallbeispielen und Trainingselementen anwendungsorientiert arbeitet.. Literatur und weiterführende Links: . • Auernheimer, Georg (Hg.) (2008): Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität. Wiesbaden: Springer. • Barmeyer, Christoph (2018): Konstruktives interkulturelles Management. Göttin-gen: Vandenhoeck & Ruprecht. • Erll, Astrid; Gymnich, Marion (2016): Interkulturelle Kompetenzen: erfolgreich kommunizieren zwischen den Kulturen. Stuttgart: Klett. • Meyer, Erin (2015): The culture map: decoding how people think, lead, and get things done across cultures. New York: Public Affairs- • Thomas, Alexander (Hg.) (2016): Interkulturelle Psychologie: Verstehen und Han-deln in internationalen Kontexten. Göttingen: Hogrefe. weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben BSP-11.3-3 Lea Alt Begriffliche Annäherung, gesellschaftliche Wahrnehmung und sozialpolitische Bearbeitung Seminarbeschreibung: Das Seminar setzt sich mit dem Thema Armut auseinander und beleuchtet kritisch, wie Armut definiert, gemessen, gesellschaftlich wahrgenommen wird und welche Möglichkeiten bestehen, dem Thema Armut sozialpolitisch zu begegnen. Dazu werden unterschiedliche Perspektiven auf Armut sowie die Zusammenhänge von Armut, sozialer Ausgrenzung und Scham betrachtet. Auch die Frage, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Armut und Bedürftigkeit geprägt werden, wird thematisiert. Der Blick richtet sich dabei auch auf sozialpolitische Strukturen und Ansätze der Armutsbekämpfung. Anhand eines regionalen Beispiels, dem Ansatz der quartiersbezogenen Armutsbekämpfung im Saarland, werden aktuelle Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten sozialräumlicher Ansätze betrachtet. Die Studierenden erhalten somit Einblicke in einen aktuellen Praxis- und Forschungszusammenhang und setzen sich kritisch mit unterschiedlichen Perspektiven auf Armut und Armutsbekämpfung auseinander. Auswahl an Quellen: Fehr, Sonja (2025). Armut. In: Althoff, Martina/ Bereswill, Mechthild/ Neuber, Anke (Hrsg.), Handbuch Soziale Probleme. Wiesbaden: Springer VS, S. 1–16. Kessl, Fabian/Schoneville, Holger (2024) (Hrsg.). Mitleidsökonomie. Weinheim und Basel: Beltz Juventa. Marquardsen, Kai (2022). Armutsforschung: Nomos. Schröder, Christian/Alt, Lea (2025). Qualitative Sozialraumanalyse. Perspektivquartier Völklingen-Nördliche Innenstadt. Online verfügbar unter: https://www.saarland.de/SharedDocs/Downloads/DE/masfg/armut/dld_sozialraumanalyse_voelklingen.pdf?__blob=publicationFile&v=2 [10.09.2026] BSP-11.3-4 Mark Unbehend Soziale Ungleichheit, (Kinder-)Armut und bedin-gungsloses Grundeinkommen Inhalte: Spätestens seit den Armuts- und Reichtumsberichten der Bundesregierung ist „Armut“ als soziales Problem in der Wohlstandsgesellschaft Bundesrepublik anerkannt. Aber was ist unter „Armut“ im wissenschaftlichen Kontext zu verstehen? In dem Seminar werden die Ansätze, Problematiken sowie die Normativität der Armutsmessung in den Blick ge-nommen. Außerdem wird der Begriff „Armut“ in Beziehung gesetzt zur Begrifflichkeit „soziale Ungleichheit“. Im weiteren Verlauf des Seminars werden dann einzelne Studien zu Armut und Reichtum sowie speziell zu Kinderarmut (u.a. der aktuelle Armuts- und Reichtumsbericht der Bun-desregierung, die AWO-ISS-Längsschnittstudie zu Kinderarmut) genauer im Hinblick auf das Studiendesign, die Ergebnisse und daraus abgeleitete sozialpolitische Maßnahmen betrachtet. Das Ende des Seminars ist dann von der kontrovers zu diskutierenden Frage bestimmt, inwiefern das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) zur Armutsbekämpfung beitragen könnte. Die BGE-Idee ist eine aktuell diskutierte sozialpolitische Alternative zu anderen Handlungsansätzen, welche aus den o.g. Studien abgeleitet werden. Literatur und weiterführende Links: . • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2019). Lebenslagen in Deutschland. Der Sechste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Bericht. Berlin: BMAS. Online verfügbar unter: https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/Downloads/Berichte/sechster-armuts-reichtumsbericht-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=2 [26.07.2021]. • Gerull, Susanne (2011). Armut und Ausgrenzung im Kontext Sozialer Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa. • Lessenich, Stephan (2009). Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte. Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung. • Mum, David (2006). Sozialsystem armutsfest machen. Zur Notwendigkeit einer Grundsicherung – Überlegungen im Zusammenhang mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. In: Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt – Öster-reich/Netzwerk Grundeinkommen – Deutschland (Hg.) (2006). Grundeinkommen – in Freiheit tätig sein. Beiträge des ersten deutschsprachigen Grundeinkommenskongresses. Berlin: Avinus-Verlag, S. 139-152. • Opielka, Michael (2019). Das garantierte Einkommen – ein sozialstaatliches Pa-radoxon? In: Kovce, Philip/Priddat, Birger P. (Hg.) (2019). Bedingungsloses Grundein-kommen. Grundlagentexte. Berlin: Suhrkamp Verlag, S. 300-321. • Solga, Heike/Berger, Peter A./Powell, Justin (2009). Soziale Ungleichheit - Kein Schnee von gestern! Eine Einführung. In: Solga, Heike/Powell, Justin/Berger, Peter A. (Hg.). Soziale Ungleichheit. Klassische Texte zur Sozialstrukturanalyse. 1. Aufl. Frank-furt/Main, New York: Campus Verlag, S. 11-45. • Volf, Irina/Laubstein, Claudia/Sthamer, Evelyn (2019). Wenn Kinderarmut er-wachsen wird… AWO-ISS-Langzeitstudie zu (Langzeit-)Folgen von Armut im Lebensver-lauf. Frankfurt a.M.: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. • Winker, Gabriele (2006). Leben ohne existentielle Not. Mit einer feministischen Care-Perspektive für das bedingungslose Grundeinkommen. In: Blaschke, Ronald/Praetorius, Ina/Schrupp, Antje (Hg.) (2016). Das Bedingungslose Grundeinkom-men. Feministische und postpatriarchale Perspektiven. Sulzbach/Taunus: Ulrike Helmer Verlag., S. 12-30. weitere Literaturangaben erfolgen im Seminar weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben BSP-11.3-5 Ralf Steinkamp Prekäre Lebenslagen als Folge sozialer Ungleichheiten und die Rolle der Sozialen Arbeit im Prozess ihrer Reproduktion In dem Seminar wollen wir uns zunächst mit sozialwissenschaftlichen Ansätzen zur Analyse und Diskussion sozialer Ungleichheiten beschäftigen. Woraus entstehen, was bewirken Ungleichheiten? Wir werden feststellen, dass im Verlauf der Entwicklung des Diskurses das Augenmerk auf jeweils unterschiedliche Aspekte gelegt ist, und dass Ungleichheiten jeweils unterschiedliche Funktionen wahrnehmen, aber auch gesellschaftliche Herausforderungen formulieren. In diesem Zusammenhang wird es interessant, nachzuverfolgen, ob, und ggf. wie die Soziale Arbeit – vergleichbar zu der von Axel Groenemeyer diskutierten Thematik des „Doing Social Problems“ – in einen Prozess des „Doing (prekäre) Lebenslagen“ einbezogen bzw. eingebunden ist. Diese mutmaßliche Verflechtung wollen wir abschließend anhand verschiedener Beispiele – z.B. der Altersdifferenzierung, der Arbeitslosigkeit, der familiären Situation, der Migration etc. – erörtern, um ein reflektiertes Bewusstsein zur Praxis unserer Profession zu entwickeln. Teil 1: Einführung Teil 2: Soziologie der sozialen Ungleichheit Teil 3: Lebenslage als soziale Konstruktion Literatur: Burzan, Nicole (2007). Soziale Ungleichheit. Eine Einführung in die zentralen Theorien. o.O.: Springer. Petersen, Lars-Eric / Six, Bernd (Hrsg.) (2020). Stereotype, Vorurteile, Befunde und Interventionen. Weinheim / Basel: Beltz. Weitere Literatur wird bekanntgegeben bzw. im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt. Eine regelmäßige Teilnahme notwendig; Prüfungsleistung: v.a. Referat / MP, ggf. Hausarbeit. Erstes Treffen am 22.10.2026. BSP-11.3-6 Dr. Laura Venitz Soziale Ungleichheiten in der frühen Kindheit Lernziele: Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über folgende Fähigkeiten und Kompetenzen: Die Studiernden.. .. können zentrale theoretische Konzepte und aktuelle empirische Befunde zu sozialer Ungleichheit in der frühen Kindheit wiedergeben und auf den Bereich der Aufwuchs- und Bildungsbedingungen beziehen. .. können die Bedeutung der sozialen Herkunft für herkunftsbedingte Disparitäten in der kindlichen Entwicklung einordnen. .. können das Spannungsverhältnis zwischen institutionellen Erwartungen des Bildungssystems und den tatsächlichen Ressourcen unterschiedlicher sozialer Milieus kritisch analysieren. .. können biografische Risiken sowie Schutz- und Resilienzfaktoren von Kindern im Kontext von sozialer Benachteiligung und Armutslagen erkennen und fachgerecht bewerten. .. können eine professionelle, reflexiv-kritische Haltung gegenüber eigenen Vorannahmen bezüglich der sozialen Herkunft von Kindern und Familien einnehmen, um Benachteiligungen in der Praxis entgegenzuwirken. Inhalte: - Theoretische & empirische Befunde: Aktueller Forschungsstand zu herkunftsbedingten Disparitäten in der frühen Kindheit, Mechanismen der „Vererbung“ von Bildungs- und Entwicklungschancen sowie fallbasierte Analyse von Lebenslagen. - Übersicht Aufwuchsbedingungen & kriteriengeleitete Analyse: Übersicht über materielle, soziale und kulturelle Ressourcen von Familien, Auswirkungen von Kinderarmut und sozialer Benachteiligung sowie die kritische Beurteilung biografischer Risiken und Resilienzfaktoren. - Milieusensible Elternarbeit & Institutionen: Professionelle Reflexion des Spannungsverhältnisses zwischen institutionellen Erwartungen und milieuspezifischen Voraussetzungen für die ungleichheitssensible Kommunikation und Zusammenarbeit im Rahmen der Erziehungspartnerschaft. Literatur: - Espenhorst, N., Kemper, T., & Colbasevici, L. (2025). Abbau von Benachteiligungen: ein vernachlässigter Auftrag der Kindertagesbetreuung. Bildung und Erziehung 78, 402-417. - Helbig, M., Karwath, C., & Kleinert, C. (2026). Von der Kita bis zur Uni. Wie soziale Ungleichheiten unseren Bildungsweg beeinflussen. Münster/New York: Waxmann. - Helbig, M. & Salomon, K. (2021). Eine Stadt – getrennte Welten? Sozialräumliche Ungleichheiten für Kinder in sieben deutschen Großstädten. Berlin: Heinrich-Böll- Stifung. - Maaz, K. & Lörz, M. (2024). 20 Jahre PISA - haben die sozialen Ungleichheiten in den Lese- und Mathematikkompetenzen zwischen 2000 und 2018 zu- oder abgenommen? Expertise im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. - Wößmann, L., Schoner, F., Freundl. V. & Pfaehler, F. (2023). Der ifo „Ein Herz für Kinder“-Chancenmonitor. Wie (un-)gerecht sind die Bildungschancen von Kindern aus verschiedenen Familien in Deutschland verteilt? Ifo Schnelldienst 76(4), 33-47. Weitere Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. BSP-11.3-7 Dieter Filsinger Soziale Ungleichheit, Teilhabegesellschaft und soziale Zusammenhalt in der Migrationsgesellschaft
[letzte Änderung 16.09.2026]
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