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Bedrohungsmanagement und Schutzmaßnahmen

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Bedrohungsmanagement und Schutzmaßnahmen
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Sicherheitsmanagement, Master, Ordnung 01.10.2026
Code: MSM310
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
45VS (45 Stunden)
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
6
Studiensemester: 3
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Klausur (90 Minuten)

[letzte Änderung 21.05.2026]
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst 45 Stunden. Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 150 Stunden. Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 105 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Mana Mojadadr
Dozent/innen:
KHK Roman Michel
KHK Michael Rupp
Sachverständiger Martin Schmitz
Dr. Sandra Hahn


[letzte Änderung 04.09.2026]
Lernziele:
- Studierenden können Phänomenologie und Ätiologie ausgewählter Kriminalitätsbereiche einschätzen
- sind in der Lage, Gefahren zu erkennen die Unternehmen drohen
- überblicksartig mit den Mitteln und Methoden der Kriminalitätsbekämpfung vertraut und in der Lage, Analysen durchzuführen und Ansätze zu Präventionsmaßnahmen zu entwickeln
- Methoden des Betriebs-, Objekt- und Personenschutzes wiedergeben
- Grundlagen des Bedrohungsmanagements in Unternehmen, Behörden und Organisationen wiedergeben


[letzte Änderung 24.08.2026]
Inhalt:
Bedrohungsmanagement:
- Gewalt am Arbeitsplatz und Stalking
- Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftskriminologie
- Korruption, Organisierte Kriminalität und Geiselnahmen
- Lebensbedrohliche Einsatzlagen (LebeEl-Lagen), z.B. Amok, Geisellage
- Bedrohungslagen Bedrohungsmanagement (z.B. Anschläge, Amoklauf, Erpressung, Bombendrohungen, Entführungen)
- Suizidlagen
- Gewalt am Arbeitsplatz / Stalking
- Alltagskriminalität (z.B. Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, Raub, Stalking)
- Bedrohungen via Informations- und Kommunikationstechnik (Hacking, Phishing, Schockanrufe, Telefonterror, etc.)
- Physische Bedrohungen (z.B. Bomben, Amok, Geiselnahme, Erpressung, Entführung, Attacken mit Waffen, Terroranschläge, Sabotage, Korruption, Sabotage, Workplace-Violence)
- Bedrohungen via Informations-, Kommunikationstechnik und den Einsatz von künstlicher Intelligenz
 
Schutzmaßnahmen:
- Sicherung ortsfester Objekte durch Zutrittskontrollsysteme
- Schließanlagen, Bestreifung, Überwachungs- und Meldeanlagen
- elektronische Identifikations- und Aufzeichnungssysteme
- Sicherung beweglicher Objekte durch Transportschutz auf Straße, Schiene, See und in der Luft
- Grundlagen des Personenschutzes
- NIS-2 - Schutz der kritischen Infrastruktur
- Schutz vor Überfahrtaten im Straßenverkehr


[letzte Änderung 24.08.2026]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Vorlesung mit begleitenden Übungen, Fallstudien und Lernvideos

[letzte Änderung 21.05.2026]
Sonstige Informationen:
- aktuelle Kommentierungen zur Strafprozessordnung und zum Strafgesetzbuch, Verlag C.H. Beck
- aktuelle Lagebilder des Bundeskriminalamtes zu Cybercrime, Korruption, Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität
- Broschüren des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zum Thema Cybersicherheit


[letzte Änderung 26.05.2026]
Literatur:
- Bannenberg, Brigitta (2011): Amok – Phänomenologie und Täter: „Amokläufe“ junger Täter. Mehrfachtötungen aus kriminologischer Sicht. In: Gehl, Günter (Hrsg.): Amok. Weimar, S. 17-24.
- Böhmer, Matthias (2019): Amok an Schulen. Prävention, Intervention und Nachsorge bei School Shootings. Springer. Wiesbaden
- Zukunft Digitaler Polizeiarbeit, Prof. Dr. Clemens Lorei u.a., Verlag für Polizeiwissenschaft, 2021
- Krisenmanagement bei Unternehmungsbedrohungen, Jörg H. Trauboth, Boorberg Verlag, 2002
- Krisenmanagement in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, Jörg H. Trauboth, Boorberg Verlag, 2022
- Hahn, Sandra/Kraimer, Klaus (2014): Krisenkommunikation – Zur Bedeutung fallrekonstruktiven Vorgehens bei Bedrohungs- und Geisellagen. Eine empirische Fallstudie zur Rekonstruktion von Strukturmerkmalen des Täterhandelns auf nationaler und internationaler Ebene. Frankfurt. Verlag für Polizeiwissenschaft.
- Michel, Roman (2011): Verhandlung als notwendiges Element der Krisenbewältigung – Zum professionellen Handeln polizeilicher Intervention in Extremsituationen. In: Altmeyer, Lena/Giesemann, Sandra: Brute Facts. Die Reise zwischen den Welten als Bewährungsdynamik der Wirklichkeit. Oldib Verlag, Remshalden, S. 126-130.
- BSM – Vernetztes Betriebssicherheitsmanagement, Bernhard Tenckhoff/ Silvester Siegmann, Haefner-Verlag GmbH, 2009
- Fachkraft/Servicekraft für Schutz und Sicherheit, Band 2, Brigitte Bell u.a., Boorberg Verlag, 2010
- Fachkraft für Schutz/Sicherheit, Sicherheitskonzept für die Abschlussprüfung, Kai Deliomini, Books on Demand, 2018
- Aggression und Gewalt am Arbeitsplatz, Holger Pressel, 2. Auflage, Haufe Verlag, 2024
- Gewaltprävention durch Bedrohungsmanagement, Christina Zitzmann/Alexandra Huber, Beltz Juventa Verlag, 2021
- Polizeipsychologie, Torsten Porsch/Bärbel Werdes, Hogrefe Verlag, 2016
- Kommunikative Deeskalation, Tim Bärsch/Marian Rohde, Books on Demand GmbH, 3. Auflage 2012
- Michelfelder, Ralf (2010): Der Amoklauf von Winnenden und die polizeiliche Lagebewältigung. In: Kriminalistik, Heft 03/2010, S. 139-144.
- Sicherheit für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, Dienstbühl/Sommer, Boorberg-Verlag, 2020
- Aktuelle Kommentierungen zur Strafprozessordnung und zum Strafgesetzbuch, Verlag C.H. Beck
- Aktuelle Lagebilder des Bundeskriminalamtes zu Cybercrime, Korruption, Organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität pp.
- Broschüren des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zum Thema Cybersicherheit
- Gewaltprävention – ein Thema für öffentliche Verwaltungen? Katrin Päßler/Ulrich Trommer, Verlag Unfallkasse NRW, 2021


[letzte Änderung 24.08.2026]
[Sun Sep 13 10:15:03 CEST 2026, CKEY=sredub, BKEY=shm2, CID=MSM310, LANGUAGE=de, DATE=13.09.2026]